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Es ist Zeit für die Wahrheit, ungeschminkt und ehrlich. Ich bin unzufrieden.

Wir sind ein modernes „Internet“-Unternehmen, wir wissen Bescheid über SEO, SME oder SMO, über Performance-Marketing und Conversion-Rate. Wir wissen, TRANSPARENZ und EHRLICHKEIT wird auch so geschrieben und wer das nicht erkennt, wird dies in ein paar Jahren leidvoll nachholen müssen.  Das sagen wir. Das predigen wir unseren Kunden.

Deswegen ist es nun Zeit, auch mal einen Schlecht-Wetter-Beitrag zu schreiben. Schließlich gibt es nicht nur Sonnentage im Unternehmertum, das ist kein Geheimnis. Wir wollen nicht Wasser predigen und Wein saufen genießen. Tatsachen schaffen. Mit „gutem“ Beispiel voran gehen und einen „schlechten“ Blog-Beitrag schreiben.

Ich bin unzufrieden. Die Umstellung auf unser neues tolles CRM, was uns die administrative Arbeit erleichtern soll, frisst momentan mehr Ressourcen als gewollt. Das ist normal und war auch vorhersehbar, aber es macht mich dennoch unzufrieden. Sich innerhalt von 3 Tagen umzustellen ohne Reibungsverluste ist natürlich illusorisch, aber darum geht es jetzt nicht.
Es geht um die Unzufriedenheit. Sie bringt uns dazu Energien freizusetzen, um den empfundenen Missstand zu beseitigen. Ich möchte die Vorzüge von Lead-Management, Calendaring oder Marketing-Automation nutzen, um mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren zu können.
Wir sind schließlich ein modernes „Internet“-Unternehmen. Wir machen Dinge wie SEO, SME…

Und auch dabei sind wir das ein oder andere Mal unzufrieden. Mit Conversion-Rates, mit Design-Entwürfen oder mit der Projektdauer.
Aber es nützt ja nix. Hauptsache es entwickelt sich kein Frust.

„Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Erfolg.“, sagt Oscar Wilde.

Aber damit dieser Beitrag nicht doch noch plötzlich positiv endet, nenne ich das Kind beim Namen.
Eine Richtigstellung des letzten Beitrags. Unsere zweite tolle neue Errungenschaft, neben des CRMs, produziert zum Einen unerklärbar viel Papier in unserem „Papierlosen“ Büro und generiert zum Anderen die schlechteste Conversion-Rate, die wir je zu verantworten hatten.
Das treibt uns zwar manchmal fast in den Wahnsinn Frust, aber dann heißt es Ärmel hochkrempeln und weitermachen.

Unzufriedenheit

2 Responses to “Unzufriedenheit macht sich breit”

  1. Falk Köppe sagt:

    Profis am Werk.

  2. 'lO:KI Martin sagt:

    Diese Stimmung ist allseits bekannt, ich hatte sie vor 2 Tagen.
    Im Zuge der Frage “Was ist das eigentlich für ‘ne scheiße hier?!” entwickelt sich langsam Frust, der letztendlich in Wut resultiert.
    Ganz einfach, der Mensch braucht Strukturen, in denen er sich aufhalten kann.

    Natürlich sollten veraltete Strukturen rechtzeitig durch dynamische ersetzt werden.
    Natürlich liegt es in der Natur des Menschen, dass er sich schwer aus bestehenden Strukturen lösen kann.
    Natürlich ist die Etablierung neuer Strukturen mit einem großen Kraftakt verbunden.

    Das Phänomen der Massenträgheit. Je größer die Masse, desto träger ist sie – schätzt euch glücklich mit eurer Flexibilität.
    Alles ist möglich.
    Worauf es ankommt ist die Fähigkeit veraltete Strukturen zu erkennen, den Besen beim Schopfe zu packen und in den Brunnen fallen zu lassen oder damit den Ofen aus zumachen… oder sowas.
    Als der Tag Abend wurde, war für mich allerdings klar:
    Man muss große Loyalität an den Tag legen, um Unzufriedenheit in Zufriedenheit umzumünzen. Für mich persönlich ist Loyalität mittlerweile keine zufriedenstellende Lösung mehr.
    Alle bestehenden Strukturen durchbrechen, um keine Kompromisse mehr eingehen zu müssen. Dazu braucht man Mut. Diesen müssen Loyale natürlich nicht aufbringen.
    Zu guter Letzt hängt das ganze Spektakel aber an dem seidenen Faden der Einstellung, der Attitüde, der man den Strukturen um sich herum entgegenbringt.

    Auf geht’s!

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