Minimalistisches Webdesign: Das Mehr im Weniger

Die Idee vom Verzicht auf Überfluss bzw. die Besinnung auf das Wesentliche kam in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder auf, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Spätestens seit Anfang der 2000er Jahre entwickelt sich diese Strömung nun (erneut) zum regelrechten Trend. Getreu dem Motto “Simplify your life” entrümpeln Menschen nicht nur ihre Wohnung, sondern das gesamte Leben vom “Zuviel”. Weg vom Komplizierten. Weg vom Konsum. Hin zu Klarheit, zu Objektivität und zu Einfachheit.

 

Diese Sehnsucht nach schlichten Strukturen, die sich auf das Nötigste beschränken, kennt die (Angewandte) Kunst bereits seit den frühen 1960er Jahren unter der Stilrichtung Minimalismus. Einst insbesondere ein Konzept der Bildenden Künste und der Architektur, weitet sich der Minimalismus-Stil kräftig auf andere Bereiche wie Musik, Mode oder Mediendesign aus. So wundert es nicht, dass in dieser Welle des Anklangs für das Schlichte ebenso die digitale Welt auf Vereinfachung setzt und Trends wie “Minimalistisches Webdesign” in aller (Blog-)Munde sind.

Schlichtes Webdesign richtig ins Szene gesetzt

Simplify your Homepage

Die Trendbewegung für schlichtes Webdesign entwickelte sich etwa um die Jahrtausendwende als direkte Reaktion auf den Trend für überladene und pompöse UI-designte Websites, deren Fokus auf Flash Intros und (allzuoft überflüssige) Animationen lag. Auf dieses Maximum – an Ablenkung und insbesondere an Ladenzeiten – will der schlichte Webstyle gerade verzichten: Bezeichnenderweise steht Minimalismus für die Konzentration auf das Wesentliche, Designelemente werden reduziert. Die Form wird der Funktion angepasst: Das Nötigste an Formen, Farben und Grafiken, soll den Blick des Users auf die Botschaft der Website lenken, indem das Design elegant in den Hintergrund tritt.

 

Die große Kunst besteht darin, Botschaft, Form und Funktion so in Einklang zu bringen, dass eine Seite nicht langweilig, gesichtslos oder plump wirken. Unser Webdesign Berlin setzt auf kreative Lösungen, die ein stimmiges Zusammenspiel schaffen und Webseiten Persönlichkeit verleihen.

Lights off, spots on

Richtig in Szene gesetzt ist das Ziel beim Minimalismus-Webdesign, Inhalte und Funktionen möglichst einfach und direkt zu präsentieren. Verspielte Elemente, Animationen, Pop-ups oder blinkende Banner, die in erster Linie ablenkend wirken, fallen weg. Nur so wird es möglich die volle Aufmerksamkeit auf den Inhalt bzw. die Botschaft zu richten. Der Benutzer soll möglichst ohne Umwege erreicht werden, sodass er einfach durch die Seite navigieren kann, sich dabei wohlfühlt und wiederkehrt. Alles, was rein dekorative Zwecke erfüllt und die Übersichtlichkeit schmälern könnte, wird ausgespart. Angestrebt wird eine einfache und klare Nutzeroberfläche mit wenigen, dafür aber besonders hervorgehobenen Elementen. Beispielsweise sollte die eigene Marke, das eigene Logo auch oder gerade auf einer minimalistisch gehaltenen Website gut sichtbar sein.

Straightforward

Das Entrümpeln auf Daten-Eben durch den Verzicht auf Spielereien und aufwendige Animationen (wie man sie auf Parallax Scrolling Websites findet) hat seine Vorteile: Ballast in Form großer Datenvolumina entstehen gar nicht erst; so verringern sich die Ladezeiten – worüber sich auch Google freut. Gerade mit Blick auf die massenhaften Verbreitung von mobilen Endgeräten ist das minimalistische Konzept vorteilhaft. Überdies ist es einfacher eine Seite responsive zu gestalten, wenn entsprechend weniger Bausteine vorhanden sind.

 

Schlichtes Webdesign und große Hintergrundbilder

Spread the idea

Keine kurzweilige Modeerscheinung: Die Vorliebe für Schlichtheit hält sich nun schon seit einiger Zeit und der Minimalismus wird in anderer Styles weitergedacht. Eng verknüpft sind minimalistische Designs mit anderen aktuell sehr beliebten Online-Webdesign-Trends, die sich ebenfalls durch klare Strukturen auszeichnen. Vom Minimalismus-Stil beeinflusst sind etwa die Trend-Beispiele

 

Minimalistische Webseiten gestalten 1.0.1.

Zwar gehen die Meinungen zuweilen auseinander, was Minimalismus im Webdesign genau zu bedeuten hat, dennoch gibt es wiederkehrende Gestaltungsmerkmale. Minimalistische Webseiten

  • arbeiten mit flachen Texturen
  • sowie beschränkten Farbpaletten
  • und verwenden vorzugsweise negativen Raum.

 

Da Funktion und Inhalt an absolut erster Stelle stehen, wirkt sich dies stark auf grafischer Ebene aus, auf die Bilder und insbesondere auf das Zusammenspiel von Schrift und leerem Raum:

Schlichheit & gezielte Akzentuierung

Die Farben Schwarz, Weiß und Grau prägen das minimalistisch gehaltene farbliche Spektrum. Getreu dem Leitgedanken, das Essentielle ins Zentrum zu stellen, werden Signalfarben mit Leuchtkraft nur genutzt, um gezielt Akzente zu setzen.

 

Generell werden Bilder und Grafiken eher sparsam eingesetzt und sind dann immer an das minimalistische Thema angepasst. So wird die Botschaft auch auf grafischer Ebene mit Rafinesse durch bewusst zurückgehaltene Farbsetzung auf den Punkt gebracht und der User kann sich ungestört genau darauf konzentrieren.

 

Minimalistisches Webdesign mittels Typographie

 

Fest im Blick

Der Umgang mit dem freien Raum und Entscheidungen auf der Schriftebene gehören zu den wirkungsvollsten Gestaltungsmitteln der “Minimal-Designer”: Die Typographie etwa zeichnet sich durch serifenlose Fonts und Einheitlichkeit des Schrifttyps auf der gesamten Seite aus. Um Texte zu gliedern, wird mit Variationen in der Schriftgröße bzw. Schriftsetzung gearbeitet.

 

Mit dem in den Hintergrund gerückten Einsatz von Grafiken, tritt die viel leichter wahrnehmbare Seitenstruktur in den Vordergrund. Um die Texte übersichtlich und strukturiert darzustellen, bedient man sich beim minimalistischen Webdesign am Rastersystem (Grid Ansatz). Der Text steht hierbei im Blocksatz. Neben Schriftgröße und Schriftsetzung ergibt sich als andere Gliederungsmöglichkeit die Gestaltung mithilfe von Weißräumen: Inhaltliche Hierarchien etwa lassen sich über eine ideale Verteilung von Abständen und freien Flächen im Verhältnis zu Textfläche schaffen.

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