Peek User Testingmensch computer testing

Unsere Erfahrungen

Wir haben zwei Internetseiten testen lassen und sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Testergebnisse kamen noch am selben Tag, einige Stunden nachdem die Anfrage von uns gesendet worden war. Testpersonen waren eine junge Frau aus den USA und ein Herr britischer Abstammung – was wir aus seinem Akzent schließen konnten.

Gute Webseite – kaum Erkenntnisse

What the hell is karlsruhe?

Die Internetseite, die von weiblicher Seite kommentiert wurde, wurde sehr positiv bewertet. Das freut den Webmaster, führt aber auch dazu, dass wir kaum Verbesserungsvorschläge einheimsen können. Eine Sache hat uns allerdings die Augen geöffnet: Die Dame konnte schlichtweg nicht herausfinden, wo der dargestellte Personenkreis seine Wirkungsstätte hat. Bis heute ist sie der Ansicht, dass die Karlsruher „Institution“ in Spanien beheimatet ist. Diese Ortsangabe hatte sie in der Kategorie 'Events' entdeckt...

Gutes Design – mittelmäßige Bildauswahl
Glückliche Kinder freuen nicht jeden

Die zweite Internetseite im Test musste schon etwas mehr Kritik einstecken. Es dauerte geraume Zeit, bis der männliche Proband herausgefunden hatte, welchen Service das Unternehmen überhaupt anbietet. Zudem wurden die Texte als zu lang und zu verschachtelt empfunden. Ein kleines Aha-Erlebnis bescherte uns die Bewertung der Optik. Das Design stimmt offensichtlich durch und durch: Der Tester war sehr schnell davon überzeugt, dass der angebotene Service sehr gut sein müsse – und das ohne Referenzen oder Auszeichnungen angeschaut zu haben. Was jedoch nicht gut ankam, waren die Bilder. Sie waren offensichtlich thematisch nicht passend genug und verwirrten den Tester etwas hinsichtlich der Funktion des Unternehmens. O-Ton: „I don't like these eternally happy people here, that seems to appear on websites just because you are giving some sort of customer satisfaction! Why are these children happy, I don't understand - - !“

Emil Stark

Benutzerfreundlichkeit von Internetseiten testen

Probanden im Selbstversuch

Sie können gut und gerne 200, 300 oder auch 1000 Euro ausgeben, um Ihre Internetseite mit Eyetracking und anderen Mitteln zu testen, die Ihnen zeigen, wie Menschen Ihre Webseite nutzen. Nichts öffnet Webmastern mehr die Augen als zu erleben, wie Nutzer tatsächlich mit Ihrer Webseite klar kommen, was sie besonders interessant finden oder welche Unterseiten sie meiden! Alles andere ist daneben graue Theorie.

Mensch beim Test am Computer

 

Tool Peek von User Testing

Video zeigt Internetnutzer live

Nun gut – Sie wollen nicht so viel Geld ausgeben. Dann können wir, zumindest für Internetseiten mit einer englischsprachigen Version, das kostenlose Tool Peek von User Testing empfehlen. Wer eine Anfrage stellt, erhält ein Video, das einen „echten“ User dabei zeigt, wie er mit der Seite interagiert und dabei seine Erlebnisse kommentiert. Die Testperson wird dabei erzählen, ob und wie sie den Zweck der Seite versteht, ob sie Lust hätte, die Seite wieder zu besuchen oder ob man die Seite seinen Freunden weiter empfehlen würde und einiges mehr. Das Video erhält man laut Aussage der Peek-Betreiber nach ein oder zwei Stunden (das ist erklärtes Ziel), kann aber auch erst nach mehreren Tagen eintrudeln – Peek ist noch im Beta-Modus. Leider beschränkt Peek die Testanfragen auf insgesamt drei im Monat.  


Unser eigener kleiner firmennest-Test läuft; wir informieren Sie, so bald unsere Videos da ist!

Zufallsperson surft Ihren Internetauftritt:
Zuverlässig und relevant?

Um das volle Potential eines solchen Tests auszuschöpfen, muss man sich unbedingt einige Dinge vergegenwärtigen. Die Testperson hat vermutlich keinerlei Vorkenntnisse die Produkte/Dienstleistungen etc. betreffend, die auf der jeweiligen Internetseite präsentiert werden. Daher geht die Testperson nicht mit denselben Erwartungen an die Seite heran, wie ein Besucher, der gezielt auf die Internetseite gelangt ist. So ist die Zuverlässigkeit und Relevanz des Tests stets in Frage zu stellen. Und selbstverständlich ist ein Test, der mit nur einer einzigen Testperson durchgeführt wird, alles andere als repräsentativ.

Hinweise und Anregungen einsammeln
Alle Zweifel beseitigt?

Dennoch: Tool Peek kann wichtige Hinweise liefern. Bestimmte Zweifel, die der Webdesigner oder der Betreiber der Seite selbst hegt, können schnell einfach und ja, kostenlos, gegen gecheckt werden. Wird ein Test benötigt, der die eigene Zielgruppe besser repräsentiert, muss man nach wie vor etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Lese-Erlebnis bewerten
Sind Sie anstrengender als Schopenhauer?

Möchten Sie Ihre Texte auf Leser-Freundlichkeit testen? Ebenfalls kostenlos steht der Service von readability-score.com zur Verfügung. Hier kann der Text einfach in ein Textfeld kopiert werden und sodann erhält man eine Einschätzung, die auf einer Skala von 0 bis 100 die Annehmlichkeit des Leseerlebnisses bewertet. In die Bewertung fließen verschiedene Formeln der Leserlichkeit ein (u.a. der SMOG Index oder der Coleman–Liau Index) und es wird eine Textstatistitik aufgestellt.

Unser Test hat übrigens gezeigt, dass ein von uns ausgewählter, zugegeben sehr technischer Text, sehr viel unangenehmer zu lesen war als Shakespeare. Der erreichte stets Werte zwischen 60 und sogar 80 auf der Skala, während der Internetseiten-Text gerade mal auf 37 kam! Die Hälfte dieser Punkte erhielt ungefähr der Text von Schopenhauer - der eignet sich wohl nicht fürs Internet...

Emil Stark

Google lässt Panda 4.0 freiPanda4.0 straft ab

Matt Cutts twittert größere Umstellung

22.05.14 Sie werden jetzt vielleicht gähnen und sich fragen, warum Sie sich für das zigste Google Update interessieren sollten. Da Matt Cutts von Google sich berufen fühlte, das Update 4.0 am gestrigen Tag höchstselbst zu twittern – im Gegensatz zu unzähligen Updates zuvor – muss es sich aber um größere Veränderungen handeln.

Masse statt Klasse:

Google wertet weiter ab


Wie Matt Cutts berichtet, soll Panda 4.0 dazu dienen, Internetseiten mit minderwertigem Content in den Suchergebnissen abzuwerten. So versucht Google diejenigen Seiten abzustrafen, die viel Content von nur mäßiger oder schlechter Qualität herstellen, um Besucher anzuziehen. Zudem soll das Update die Grundlage für weitere Neuerungen in der Zukunft schaffen. Im Moment betrifft das Update 4.0 verschiedene Länder in ganz unterschiedlichem Maße. Englische Suchanfragen sollen beispielsweise zu 7,5 Prozent betroffen sein – ein Prozentsatz, der sich auf jeden Fall schon bemerkbar macht.

Emil Stark

Berliner Firmen mit lokalem Bezug in der URL:berlin im internet

100.000 neue .berlin-Domains


19.05.2014 Da firmennest nicht nur Webdesign sondern auch Suchmaschinenoptimierung anbietet, fragten Kunden in jüngerer Vergangenheit ab und zu nach, ob wir empfehlen können, sich für  eine .berlin-Domain zu bewerben. Hier nun unsere Antwort, die zumindest mittelfristig gilt:

Ansturm größer als erwartet

Erste Bewerbungsphase abgeschlossen

Kaum jemand hatte erwartet, dass der Ansturm auf die neuen Webadressen mit der Endung .berlin so groß ausfallen würde. Seit Mitte Februar 2014 können sich Unternehmen, die zuvor ihre Marke beim Rechteverwalter Trademark Clearinghouse (TMCH) angemeldet haben, registrieren lassen. Die Anzahl der Reservierungen wird nun, etwa ein Viertel Jahr später, bereits auf die respektable Zahl von 100.000 geschätzt.

Seit gestern können sich auch diejenigen registrieren lassen, die ohne Markenrechte arbeiten – beispielsweise Betreiber kleinerer Gewerbeformen oder Privatpersonen.  

Wie bewertet Google die neuen Domains mit .berlin-Endung?

Die Analyse läuft...

Die neuen .berlin-Domains waren selbstverständlich dazu gedacht, lokale Gewerbetreibende wie  Gastronomie und ähnliches voranzubringen – immer mit dem Ziel, dass Internetnutzer diese im WorldWideWeb leichter auffinden können. Allerdings können sich prinzipiell alle Webseitenbetreiber auf eine .berlin-Domain bewerben, Anwärter müssen keinen wirklichen Bezug zu Berlin nachweisen. Daher hat Google im Moment offensichtlich beschlossen, die neuen Top-Level-Domains so zu behandeln wie andere generische Domains (beispielsweise .com, .info, …) auch.

Diese Information gibt zumindest John Müller, der als Webmaster Trends Analyst bei Google arbeitet, in einem Google Forum. Darin heißt es weiter, dass Google die Entwicklung der neuen Domains beobachten würde. Sollte sich den Analysen zufolge zukünftig heraus stellen, dass die Domains tatsächlich nur regionale Angebote darstellen, würde Google sich eventuell zu einer neuen Vorgehensweise entschließen. Das bedeutet also konkret für Inhaber von .berlin-Domains: Sie werden in lokalen Suchanfragen mit ihren neuen Internetdomains auch nicht besser gefunden als bisher.

Emil Stark

Europäischer Gerichtshof entscheidet über Google

Daten löschen auf Wunsch von Privatpersonen?

13.05.2014 Brüssel: Heute entscheidet der Europäische Gerichtshof über die Frage, ob Google gespeicherte Daten auf Wunsch einer Privatperson löschen muss. Begonnen hatte der Streit mit der Klage eines Spaniers, der von der Suchmaschine stets mit einer Zwangsversteigerung von vor mehr als 15 Jahren in Verbindung gebracht wird – eine Angelegenheit, die der Mann heute für 'irrelevant und rufschädigend' hält.

google logo

EU-Datenschutzrichtlinie von 1995

Datenlöschung versus Pressefreiheit?

Der Generalanwalt Niilo Jääskinen hielt im vergangenen Jahr in einem Gutachten fest, dass die aktuelle EU-Datenschutzrichtlinie von 1995 kein „Recht auf Vergessenwerden“ enthält. Ob die EU-Grundrechte prinzipiell ein derartiges Recht in ihren Katalog aufnehmen müssten, gilt als zweifelhaft. Schließlich widerspricht das digitale „Vergessen“ auch dem Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit. Die Chancen des Spaniers gelten demzufolge als sehr gering.

Reform der Datenschutzrichtlinie
Neue Entscheidung über das "Recht auf Vergessenwerden"?

Die EU-Kommissarin für das Ressort Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, Viviane Reding, fordert allerdings die europäischen Länder auf, Brüssel im Bereich Datenschutz zu unterstützen. Die EU habe ihrer Meinung nach die „beste Richtlinie der Welt“ und sei „Vorreiter in Sachen Datenschutz“. Es liege nun an den einzelnen Regierungen, die Blockaden aufzuheben, die einer Reform der Datenschutzrichtlinie von 1995 entgegen stehen. Reding hofft, dass der Europäische Gerichtshof heute in seiner Entscheidung Klarheit schaffen wird. Mit Blick auf Google äußerte Reding: „Wer speichern kann, kann auch löschen.

 

UPDATE

EuGH-Urteil zur Datenlöschung
Suchmaschinen müssen Daten auf Wunsch der Nutzer löschenEuGH Urteil

14.05.2014 Der Europäische Gerichtshof hat in seinem gestrigen Urteil beschlossen, dass Suchmaschinen wie Google Verknüpfungen zu bestimmten Inhalten im Internet löschen muss – wenn ein User es fordert. Die betreffenden Informationen werden nicht gelöscht, dürfen aber nicht mehr auf den Ergebnislisten der Suchmaschinen auftauchen.

 

Datenschutz wird gestärkt
Öffentliche Personen erhalten Sonderstatus

Dies gilt allerdings nur für Daten, die als „irrelevant“ oder „veraltet“ eingestuft werden oder direkt personenbezogen sind, wie Kontakt- oder Lebensdaten. Und solange ein öffentliches Interesse an den Informationen besteht, kann die Suchmaschine den Antrag auf Löschung ablehnen. Die Richter des Europäischen Gerichtshofes gaben also dem Datenschutzrecht und dem Recht auf Schutz der Privatsphäre klar Vorrang vor der Informationsfreiheit.

Emil Stark

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